Member Story #2 • Airbrush
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Unsere zweite Member-Story, die wir euch vorstellen wollen. Erzählt von unserem Member Heinz Z.,  der in jungen Jahren einer der erfolgreichsten Airbrusher Deutschlands war. Viel Spaß dabei.
 
Lang, lang ist es her, dass ich als Airbrusher unterwegs war. Spezialisiert war ich eigentlich auf Fahrzeug-Airbrush, d. h. ich bevorzugte es, Autos, Motorräder, Trucks und vieles mehr mit Airbrush zu veredeln.
Ich kam zu dem Hobby über meinen Beruf als Keramik-Lithograf und Reproretuscheur. Diesen Beruf konnte ich nur erlernen, da ich mit einem großen Maß an zeichnerischem Talent gesegnet war. Das wurde mir wohl vererbt, denn mein Vater und seine Mutter (meine Oma) hatten auch dieses Talent besessen. Schon in meiner Lehrzeit lernte ich Airbrush kennen. Es war das ideale Werkzeug, um feinste Verläufe sprühen zu können. Stellt euch einfach die Lackierpistole eines Autolackierers vor, nur halt in klein und fein.
 
Die Airbrush-Pistole nutzte ich aber daheim auch auf eine andere Art und Weise. Ich fing an, Fantasie-Motive auf Motorhauben und Motorradtanks zu lackieren, die ich dann von einem Lackierer mit Klarlack überziehen ließ.
Schnell merkte ich, dass man damit sogar nebenher etwas verdienen konnte. Ich stellte auf Custom-Messen meine Kunst vor, unter anderem auf der Custom-World in Stuttgart und als Aussteller/Vorführer auf vielen Nitro Olympix Dragster Rennen in Hockenheim.
Ein Highlight meiner Karriere war wohl der Besuch des SWR3 Fernsehens bei meiner damals noch jungen Familie. SWR3 wollte ein Portrait von mir drehen. Also kamen ein Redakteur, ein Kameramann und ein Tontechniker zwei Tage bei mir daheim vorbei. Ich dachte immer, die wollen wohl einen Kinofilm drehen, denn sie brauchten jede Menge Material, um einen schönen Bericht daraus zu machen, der dann im Rahmen einer Sendung, ich weiß gar nicht mehr, wie die hieß, zu sehen war. Ich war stolz wie Bolle, denn das sagte mir, dass ich wohl ganz gute Arbeit leiste und dass diese auch schon bemerkt wurde.
 
Besonders stolz war ich auch auf mein Airbrush-Mobil, das ich ein paar Monate vor dem Dreh fertig gestellt hatte. Und ja, das Motiv auf der Heckklappe des VW-Busses zeigt meine damals einjährige Tochter. Und man konnte wirklich sagen, der Bus war bekannt wie ein bunter Hund. Irgendwann habe ich ihn jedoch verkauft. Doch erst vor kurzem schickte man mir Bilder von meinem Bus. Es war schön zu sehen, dass er heute noch irgendwo in Europa treu seine Dienste tut.
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Dieses Hobby betrieb ich insgesamt 18 Jahre lang, zeitweise auch nebenberuflich. Doch da ich mich später auch beruflich verbessern konnte und einen Job als Art Director in einer Werbeagentur annahm, fehlte mir irgendwann die Zeit dafür.  Außerdem war Airbrush auch etwas aus der Mode gekommen.
 
Aber ich möchte diese Zeit nicht missen, manchmal Tag und Nacht durchgearbeitet zu haben. Der Lohn waren auch die leuchtenden Augen meiner Kunden zu sehen, wenn Sie ihre Objekte bei mir abholten.

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